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Kirchgemeinden Ev.-Luth. Kirchgemeinde Grimma
mit SK: Döben-Höfgen, Hohstädt-Beiersdorf,
St.-Martins-Kirchgemeinde Nerchau
Website

www.frauenkirche-grimma.de

Adresse Baderplan 1
04668 Grimma
Kontakt

Telefon: 03437/9486240
Telefon: 03437/9486249
 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Kirche in Grethen

Die Frauenkirche in Grimma

Frauenkirche Grimma innenAltar der Frauenkirche Im Jahre 1170 wurde von Markgraf Otto eine Siedlung am linken Ufer der Mulde an der Straße von Merseburg nach Meißen angelegt: Grimma. Schon 1220 erhielt Grimma nach einer Erweiterung und dem Bau der Burg von Markgraf Dietrich dem Bedrängten das Stadtrecht.
Bereits am Ende des 12. Jahrhunderts entstand in der unmittelbaren Nähe des alten Marktplatzes (des heutigen Baderplans) als Nachfolgerin einer bescheidenen Holzkirche eine romanische Kirche. Ihre mächtige zweitürmige Westturmfront ist bis heute erhalten geblieben.
Das breite Turmwerk bildet eine mit gekuppelten Rundbogen versehene Halle. Darüber erst teilt es sich in zwei einzelne Türme mit drei Geschossen, die wiederum mit gekuppelten Rundbogenfenstern und unterschiedlich gemeißelten Kapitalen geschmückt sind.
Die Höhe der Türme beträgt „82 Ellen“ (46m).
Nach der Erhebung Grimmas 1220 zur Stadt wurde die Frauenkirche in gotischem Stil erweitert: das Kirchenschiff zeigt heute vier Spitzbogen-Arkaden auf quadratischen Pfeilern, die ihren Abschluss in einem Kreuzrippengewölbe finden.
Die Querschiffe entstanden erst um 1462, nachdem ein Stadtbrand im Jahr 1430 eine Teilerneuerung der Kirche notwendig gemacht hatte.
Bis zur Reformation unterstand die Frauenkirche dem Bischof von Merseburg und war Sitz eines Archidiakons. Im 16. Jahrhundert wurde Grimma dann Sitz einer Superintendentur.
In dieser Zeit gab es aus Scheu vor einer kostspieligen Instandsetzung der Kirche den Plan, die Frauenkirche abzutragen und ihre Steine für den Bau einer neuen Muldenbrücke zu verwenden. Glücklicherweise wurde dies durch die Intervention von Martin Luthers Freund Spalatin noch rechtzeitig verhindert.
Im Inneren der Kirche ist der Taufstein in der Form der Spätrenaissance besonders sehenswert. Er wurde aus der im 13 Jahrhundert errichteten und l888 abgebrochenen Nikolaikirche übernommen.
Ebenfalls aus dieser Kirche stammen drei, um 1519 gefertigte, kunstvolle Altarfiguren: Petrus (im Altarraum links), Paulus (rechts) und Maria mit Kind (im Schiff links).
Das bedeutendste Kunstwerk der Frauenkirche aber ist der um 1510 entstandene spätgotische
Flügelaltar. Der Altar gilt als Werk des „Meisters des Knauthainer Altars“. Er zeigt im Mittelteil die Geburt Christi, im Unterteil und den Flügeln weitere Szenen aus der Weihnachtsgeschichte (Maria und Elisabeth, die Anbetung der Weisen, die Verkündigung der Geburt Christi).
Die Frauenkirche besitzt drei Glocken. Die große Glocke stammt aus dem Jahr 1453, die kleine ist nur zehn Jahre jünger. Die mittlere Glocke ging der Gemeinde im 2. Weltkrieg verloren. Sie wurde 1997 durch eine Neuanfertigung ersetzt.
Die pneumatische Orgel wurde 1928 von der Firma Eule aus Bautzen errichtet und 1974 und 1995 erneuert, Sie hat etwa 30 Register, verteilt auf 2 Manuale und das Pedal.
Wer unsere Kirche heute aufsucht, der besucht kein Museum. Denn die Frauenkirche ist auch heute ein Ort, an dem sich Christinnen und Christen zum Gottesdienst, zum gemeinsamen Beten und Musizieren versammeln. Hier hören sie auf Gottes Wort, erfahren Trost und Hoffnung in der Feier des Abendmahls und in der Gemeinschaft miteinander.
  Wir laden Sie ganz herzlich zu unseren Gottesdiensten ein:
sonntags 10.00 Uhr
Für Nachfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.