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Kirchgemeinden

 

Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börln-Meltewitz mit SK Falkenhain-Thammenhain, Kühnitzsch, Müglenz OT Börln
 

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Adresse

Ernst -Thälmann-Platz 4
04774 Dahlen

Kontakt

Tel.: 034361/ 51696
Fax.:  034361/ 55965

Für folgende Inhalte sind die Gemeinden selbst verantwortlich

Weitere Informationen zu den Gemeinden

 

 

Kirchgemeinde Börln-Meltewitz
Ernst-Thälmann-Platz 4
04774 Dahlen OT Börln
Tel.: 034361/51696   Fax: 034361/55965
mit den Orten Bortewitz, Frauwalde, Markschönstädt, Radegast und Schwarzer Katerund Schwesternkirchgemeinde Kühnitzschund Schwesternkirchgemeinde Müglenz
Wagnerstraße 6
04808 Hohburg OT Müglenz
Tel.: 034262/ 44863 Fax.: 034262/ 61352
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mit den Orten Hohburg, Zschorna und Watzschwitz

und Schwesternkirchgemeinde Falkenhain-Thammenhain
und dem Ort Voigtshain

Pfarrer

Jürgen Schneider
Ernst-Thälmann-Platz 4
04774 Dahlen, OT Börln
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Peter Schmidt
Wagnerstr. 6,
04808 Müglenz  
Tel.: 034262/ 44863  
Fax: 034262/ 61352

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Die Kirche in Börln
 
 
 Obwohl Börln über 800 Jahre alt ist, beginnt die heute sichtbare Geschichte des Ortes in der Hauptsache erst mit dem Zeitalter des Barock, also nach dem Dreißigjährigen Krieg. In dieser Zeit ist in nur wenigen Jahrzehnten das damalige Zentrum des Ortes mit dem Schloss, dem „Rittergut“ (das Wohnhaus und die Stallungen des Pächters der Schlossländereien), der Kirche und dem Pfarrhaus gebaut worden und hat damit ein zusammenhängendes Ortsbild entstehen lassen.  Die Kirche, die wir heute vor uns sehen, ist das Ergebnis mehrerer Zerstörungen und Wiederaufbauleistungen. 1346 wird die Kirche zum ersten Mal erwähnt. Das bedeutet, dass sie schon vorher gestanden hat. Während der Hussitenkriege ist sie zerstört worden. Diese kleine Kirche, von der bei den umfangreichen Restaurierungsarbeiten in der ersten Hälfte der 90-iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, noch Teile sichtbar geworden sind, wurde im 15. Jahrhundert erweitert. In den Jahren 1606 und 1610 folgte dann die nächste Erweiterung, die ebenfalls während der Generalsanierung mit heute nicht mehr sichtbaren Eingängen und Fensterteilen nachgewiesen werden konnte.

 Während im Dreißigjährigen Krieg fast alles zerstört worden ist und einige zum Gebiet der Börlner Kirche gehörende Dörfer völlig menschenleer waren, blieb die Kirche erhalten. Erst 1653 musste die Turmspitze abgetragen und drei Jahre später eine neue aufgesetzt werden. Das heutige äußere Aussehen erhielt die Kirche dann in den Jahren 1732 – 1734. Sie wurde im Stil des Barock umgebaut und sollte so auch deutlich machen, dass die damaligen Patronatsherren in Sachsen eine nicht unbedeutende Stellung innehatten.

 Von der barocken Umgestaltung ist heute neben der äußeren Form der Kirche nicht mehr viel zu sehen. Im Innern der Kirche hat lediglich ein Schmuckstück an der Kirchendecke die Zeiten überdauert. Eine im Barock weit verbreitete Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens hat es u.a. mit sich gebracht, dass in manchen Kirchen, so auch in Börln, an ganz unterschiedlichen Stellen der hebräische Gottesname JHWH zu finden ist. In der Börlner Kirche ist das an der Decke in einem Dreieck, das von einem Strahlenkranz umschlossen wird, der Fall.

 1861 wird die Kirche im Stil der Neogotik umgebaut. Die barocke Inneneinrichtung wurde entfernt und die Kirche wird im damals herrschenden Stil ausgestaltet. Sie erhält eine Schwerkraftheizung, das Gestühl, Taufstein, Kanzel und Altar werden eingebaut. Der Flügelaltar ist dabei eine Nachbildung des Altars der ehemaligen Augustinerkirche in Nürnberg, gearbeitet nach einer Zeichnung von Prof. Heideloff. In der Mitte des Altares stehen (von links nach rechts) Mose, Christus und Johannes der Täufer. Umgeben werden sie von 12 kleineren Figuren der Apostel.

 Die Orgel stammt aus dem Jahre 1886. Damals wurde die Vorgängerorgel ausgebaut, weil sie nicht mehr zu reparieren war. Der Hoforgelbaumeister Jehmlich in Dresden bekam den Auftrag zur Schaffung einer neuen Orgel. Sie ist sein 50. Werk geworden und strahlt heute ebenso wie die Kirche in neuem Glanz.

 Nach vielen Jahren vergeblicher Bemühungen (es gab zu DDR-Zeiten keine Baugenehmigung, weil durch den in Börln geplanten Bau eines Atomkraftwerkes die Gegend nach und nach unbewohnt werden sollte) ist die Kirche 1991 – 1995 mit erheblichem Aufwand innen und außen saniert worden. 1995 wurden die Sanierungsmaßnahmen an der Kirche mit der Generalüberholung der Orgel abgeschlossen; drei Jahre später konnte dann auch noch die ehemalige Fürstenloge zur Winterkirche umgebaut werden, so dass die Kirche Jetzt als Ganzes einen sehr einladenden Eindruck macht.

(Jürgen Schneider)

Die Dorfkirche zu Dornreichenbach Wann die Dornreichenbacher Dorfkirche einmal erbaut wurde, das weiß niemand. Der erste erhaltene urkundliche Nachweis stammt aus dem Jahre 1348. Sicher ist sie noch viel älter.
Der 30-jährige Krieg war für Dornreichenbach und die Dörfer ringsum eine schlimme Zeit: Plünderungen, Brandschatzung, Pest. Von den Schweden wurde das Dorf 1637 vollständig niedergebrannt und lag 15 Jahre lang wüst. Nur die Kirche und das Wohnhaus auf dem Hofe (wahrscheinlich das Herrenhaus des Rittergutes) blieben – ohne Dach, Fenster, Türen und Boden – als Ruine stehen.
Die Familie Mordeisen, der das Rittergut von 1558 bis 1764 gehörte, ist es zu danken, dass der Ort wieder aufgebaut wurde. Besonders zu erwähnen ist Ulrich Gottfried von Mordeisen. Er stellte das Rittergut wieder her und ließ Häuser für Bauern bauen, die diese in erblichen Besitz bringen konnten. Nachdem auch die Kirche benutzbar geworden war, berief er 1669 den ersten Pfarrer seit der Zerstörung von 1637 nach Dornreichenbach. Das Pfarrhaus stammt ebenfalls aus dieser Zeit und ist jetzt an Privatfamilien vermietet.
Im Jahre 1691 wurde überlegt,   die Kirche möchte in eine bequemere und bessere Form gebracht und zur Beförderung göttlicher Ehre der eingepfarrten Bequemlichkeit und der ganzen Posteriorität zum Besten zierlicher und beständiger erbauet werden. Vier Jahre später fand die Instandsetzung ihren Abschluss. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam die Kirche auch ihren Turm mit seiner welschen Haube.
Der Zahn der Zeit nagte allerdings immer wieder, so dass die Kirche 1876 im neugotischen Stil völlig erneuert werden musste. Von Altar, Kanzel Taufbecken, Lesepult, Holzverkleidung des Altarraumes und von allen Bänken ist 1973 in Verbindung mit einer Innenrenovierung der Anstrich entfernt worden, so dass das Holz in seiner Ursprünglichkeit einen warmen Eindruck in der Kirche hinterlässt.
Auch in den vergangenen Jahren sind, unter großem Einsatz vieler Einwohner des Dorfes, umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen worden. So ist als eine schöne typisch sächsische Dorfkirche erhalten geblieben.
Wechselvolle Geschichte, lebendige Gegenwart, hoffnungsvolle Zukunft – so eine kleine Dorfkirche kann uns das schon vermitteln. Das ist die Erfahrung in Dorneichenbach.
In unmittelbarer Nähe zur Kirche befinden sich ein reizvolles Schloss, ein hübsches Tiergehege und ein schöner Park.Gerhard Müller

 

Die Dorfkirche in Körlitz
 
 
In Sachsen existiert eine große Anzahl romanischer Kirchen, deren man auf den ersten Blick nicht gewahr wird. Nur wenige Kirchen haben noch ihr romanisches Gepräge. Existierten 1150 in Sachsen max. 80 hölzerne Kirchen, stieg die Zahl im folgenden Jahrhundert um 600 bis 700 steinerne Bauten an. Dabei gibt es verschiedene Variationstypen. Bei sorgsamer Beobachtung sind diese bei vielen Kirchen trotz größerer Umhauten immer noch erkennbar. Der schlichte Rechtecksaal ohne Apsis und Turm ist ein urtümlicher Typus des Kirchenbaus in Sachsen. Diesem Typus entspricht die Körlitzer Kirche mit einer Dreifenstergruppe wie Dorfhain (Kr. Freital) oder Döbra (Kr. Pirna). In der Frühzeit mag er als schlichte – vielleicht aus dem Holzbau in den Steinbau übertragene – Form bevorzugt worden sein. Später, um 1250, wurde der „platte“ Chorschluss wieder beliebt. Es ist also fast als sicher anzunehmen, dass die Kirche spätestens um 1250 gebaut worden ist. Weitere Indizien dafür, sind die Verweise auf das Westgiebelkreuz. Dieses muss sich bis in die 50-iger Jahre dieses Jahrhunderts noch in der Türhalle befunden haben. Ebenfalls auf dieses Alter weist der noch existierende romanische Taufstein hin. Während der Renovierung 1989 wurden auch Putzreste romanischen Ursprungs gefunden. Die Größe der Kirche und ihre Einfachheit zeigen, dass das Dorf nie groß und immer arm gewesen ist. Trotzdem besaß es auch vor der Reformation einen eigenen Pfarrer. Der Ort wurde in früheren Zeiten durch Feuer, Pest und Kriege immer wieder schwer getroffen. So konnten sich keine Reichtümer in der Kirche sammeln. Die Kirche diente als Zweckbau und trotz allem ist das Gotteshaus immer wieder renoviert, umgebaut und hergerichtet worden. Über einem der im Rundbogen geschlossenen Fenster ist im Putz die Jahreszahl 1772 zu lesen. Diese Jahreszahl vermittelt einen Hinweis auf die umfassende Erneuerung der ursprünglich frühmittelalterlichen Anlage. Der Dachreiter ist 1809 laut Cornelius Gurlitt in geschweifter Form errichtet worden. Die Wetterfahne, welche sich jetzt in der Vorhalle befindet, trägt die Jahreszahl 1809. Der Turm besaß drei Glocken. Zwei sind umgegossen wurden. Nur eine, Anno Domini 1427, mit der Inschrift: „O rex gloriae tuae venicum pace“ ist erhalten geblieben. 1831 wurde das Innere der Kirche restauriert und dabei die Kanzel von der Südseite weg über dem Altar angebracht. Im Jahre 1887 ist die Kirche erneuert worden. Dabei wurde das Gestühl neu hergestellt und der Turm erhielt eine neue Uhr. 1906 wurde auf dem Dachreiter die neue Wetterfahne angebracht. 1907 bekam die Kirche neue Glasfenster mit einer Darstellung des guten Hirten sowie einer symbolischen Darstellung des heiligen Abendmahles.
Bei der jüngsten Renovierung von 1969 bis 1987 wurden die Seitenemporen, die Orgel, die Kanzel und das Kirchengestühl entfernt. Die neue Inneneinrichtung führte zur Ausstattung mit Stühlen, schlichtem Altartisch und leider zu Fliesen anstelle eines historisch-tvpischen Fußbodenbelages. Nach über Jahrhunderte wechselnden Innenbauten entstand nun ein für romanische Kirchen typischer Raumeindruck.Mathias Steude
Die Dorfkirche zu Kühnitzsch - ein barockes Kleinod Wer an einem sonnigen Tag nach Kühnitzsch kommt, sieht an höchster Stelle des Ortes die Wetterfahne der Kirche blinken. Sie tragt die Buchstaben SDG, für Soli Deo Gloria – allein Gott die Ehre – und für das Gebäude so bedeutungsvollen Jahreszahlen 1707 und 1992. Denn von 1706 bis 1707 wurde es an Stelle einer älteren Kirche erbaut. Das muss eine kleine, romanische Kirche gewesen sein. Alte Mauerreste deuten darauf hin.
Hans Georg v. Ploetz ließ auf seine Kosten den Bau beginnen. Dann ging dem Rittergutsbesitzer aber das Geld aus, und eine Sammlung in Sachsen sollte das fehlende erbringen. Die Sammlung erbrachte so viel, dass nicht nur die Kirche vollendet wurde, sondern vom Rest anschließend auch das heute bestehende Pfarrhaus gebaut werden konnte.
Die Kirche zeigt deutlich die Kreuzform im Grundriss. Der nördliche Anbau steht über der alten Begräbnisstätte der Rittergutsbesitzer. Ein barocker Kanzelaltar und barockes Beichtgestühl gehören zur Innenausstattung. Zwei Emporen, 1904 im Jugendstil übermalt, sowie das Taufbecken aus Holz, des zugleich als Lesepult genutzt werden kann, erinnern an den Zeitgeschmack der letzten Jahrhunderte.
Die Orgel wurde 1889 vom Orgelbaumeister Schrickel aus Eilenburg gebaut. Das Instrument ist von eigentümlicher Bauart und wegen seiner kuriosen Originalität besonders wertvoll. An den Wänden erinnern mit Waffen geschmückte Wappenschilder an die Familie der Stifter, die zum Teil auch mit deren Bildnissen versehen sind. Beachtenswert sind da Grabdenkmäler eines Herrn v. Plaussig um 1560 und da eines Ehepaares v. Plaussig van 1608, sowie weitere gut erhaltene Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Die andere Zahl auf der Wetterfahne zeigt den Beginn der Rettung des Gebäudes an: 1992. Am heißesten Tag eben jenes Jahres saßen   Männer der Kirchgemeinde auf dem Gerüst und hackten den verwitterten Putz ab. Heute hat der gesamte Außenputz wieder seine originale Farbgebung. Die Decke, die Wände, die Emporen sind restauriert worden. Die Logen schmücken wertvolle Fenster mit Mondglasscheiben. Der neue flämische Leuchter ist aus einer Spendenaktion, die über die Grenzen der Gemeinde hinaus durchgeführt wurde, angeschafft worden. Den Fußboden zieren ziegelrotfarbene Handformsteine.
Nach Jahrzehnten des Verfalls ist wieder einer typisch Sachsischen Dorfkirche aus der Zeit des Barock zu neuem Glanz verholfen worden. Sie. lädt ein als ein Ort der Ruhe und des Gebets. Ein Besuch lohnt sich.
Gerhard Müller
Die Kirche in Meltewitz

 
 
 „Auf Begehr sind nachfolgende Kinder und Täuflinge hier verzeichnet: Anno 1643 ist den 2. Januarij Valentin Bergmann eine Tochter zu Leisnig, dahin sie sich wegen damaliger Feindesgefahr begeben mussten, getauft und Maria geheißen worden.“ Paten waren Meltewitzer Einwohner, die ebenfalls mit auf der Flucht waren.
 Mit diesem schlichten Eintrag im Knatewitzer Kirchenbuch wird ein Stück der Geschichte und der Kirche in Meltewitz beschrieben. Im Dreißigjährigen Krieg ist unsere Region Schauplatz wechselnder Kriegsverhältnisse gewesen. Die Menschen waren auf der Flucht, an der Pest gestorben oder Soldaten. Ganze Dörfer waren menschenleer. Im Laufe der Auseinandersetzungen wurde auch die Meltewitzer Kirche zerstört. Diese Kirche stammte aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Ein gotisches Sakramentshäuschen in der jetzigen Sakristei und der Taufstein aus der Zeit kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg sind noch sichtbare Zeugnisse dieser Vorgängerkirche. Allerdings ist auch sie nicht die älteste Kirche gewesen, denn in Knatewitz, das heute zu Meltewitz gehört, gab es schon vorher eine Kirche, die den Hussitenkriegen zum Opfer fiel. Im 15. und 16. Jahrhundert ist dann der Bau entstanden, der im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt worden ist.  Nachdem die schlimmsten Schäden des Krieges beseitigt und in den Dörfern wieder Menschen eingezogen waren, begann 1695 die Erneuerung der Kirche. Dabei ist sie auch noch ein Stück erweitert worden und erhielt ihre heutige Form. 1697 war die äußere Erneuerung abgeschlossen. Die innere Erneuerung dauerte bis 1708. In diesem Jahr wurde der Altar aufgestellt und damit die Bauarbeiten abgeschlossen. Das hat zur Folge, dass die Kirche in der Form, in der wir sie heute sehen, innerhalb weniger Jahre ihre bis heute unveränderte barocke Form und Einrichtung erhielt. Sie wirkt dadurch einheitlich auf den Besucher. Wer die Kirche durch den Haupteingang auf der Westseite betritt, dessen Blick fällt zuerst auf den Altar, der die Kirche innen beherrscht. Er ist ein Werk, das der Bildhauer Botte geschnitzt und 1708 aufgestellt hat. Die geschnitzten Figuren stellen (von links nach rechts) Mose mit den Gesetzestafeln, Christus als Schmerzensmann und Johannes den Täufer dar. Über dem Altar thront als Abschluss der auferstandene Christus auf der Weltkugel. Diese Darstellung ist z. Z. wegen des schlechten Gesamtzustandes des Altars nicht zu sehen.

 Auf dem Predellabild ist eine Darstellung des Abendmahles zu sehen Vor dem Altar steht der Taufstein aus Rochlitzer Porphyr. Er stammt aus der Vorgängerkirche und wurde zwischen 1600 und 1615 angefertigt.  Eine Besonderheit stellt die Gestaltung der Südwand der Kirche dar. Zum einen ist die Kanzel aus dem Jahre 1698 in einen Einbau in der Südwand eingebunden. Zum anderen steht neben der Kanzel ein evangelischer Beichtstuhl (1698). Auf der Tür des Beichtstuhles sind Darstellungen von Martin Luther und Philipp Melanchthon zu sehen.

 An der gegenüberliegenden Nordwand stehen die “Kirchväterstühle”, die Plätze, auf denen die Kirchenvorsteher während der Gottesdienste saßen. Einer dieser Stühle trägt die Jahreszahl 1704.

 Die Orgel der Meltewitzer Kirche ist insofern ehe Besonderheit, als sie der Orgelbaumeister Beyer aus Leipzig-Großzschocher 1843 so baute, dass sie fast einen ganzen Ton höher gestimmt ist, als das normalerweise üblich ist. Dies macht ein Zusammenspiel mit anderen Instrumenten nahezu unmöglich. Vorher hatte die Meltewitzer Kirche keine Orgel. Die Kirche ist in den Jahren 1975-77, 1996 und 1997 außen umfangreich saniert worden. Eine Innensanierung steht noch aus und wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zeit möglich sein, wenn die finanziellen Mittel dafür vorhanden sind.

(Jürgen Schneider)